Auftakt des Kommunalwahlkampfs des SPD Bezirksverbands Rheinhausen

Das alte Krupp Casino an der Friedrich-Ebert-Straße 134 war sehr gut gefüllt, als der SPD Bezirksverband Rheinhausen am Donnerstag, den 20. März seine Auftaktveranstaltung zum Kommunalwahlkampf 2014 durchführte, so der SPD Fraktionsvorsitzende Manfred Krossa.

Das Eingangsreferat unseres Oberbürgermeisters Sören Link zeigte deutlich auf, dass die SPD mit seinen Kooperationspartnern einen deutlichen positiven Richtungswechsel in Duisburg bewirkt hat. Zuerst einmal musste aufgeräumt werden, berichtete OB Sören Link. Viele Baustellen, die durch den ehemaligen OB Sauerland eingerichtet wurden, lagen still, es bewegte sich nichts mehr und die Mercatorhalle musste geschlossen werden, da durch kriminelle Machenschaften das Brandschutzkonzept nicht umgesetzt wurde. Daher hieß es 2012 für den OB Sören Link, Ärmel hochkrempeln und loslegen. Die meisten Baustellen-Stillstände sind aufgehoben, es gibt neue Investoren, die die Bauprojekte übernommen haben und fertigstellen werden. Die gute Zusammenarbeit zwischen der SPD Fraktion und der Verwaltungsspitze hat den Haushalt der Stadt stabilisiert, dieser ist genehmigt und Duisburg kann endlich wieder politisch handeln. Vor allem die Bildung will der Oberbürgermeister fördern, denn die gesellschaftliche, die ökonomische und die politische Bedeutung des Wissens ist durch den technischen Fortschritt, durch die Informations- und Kommunikationstechnologien und durch die Wissenschaft und Forschung enorm gewachsen.

Nach Oberbürgermeister Sören Link stellte die stellvertretende SPD- Fraktionsgeschäftsführerin Britta Schewe den DuisburgPlan vor, der die Richtlinien absteckt, welche die politische Arbeit der kommenden sechs Jahre bestimmen werden. Geprägt wird das Papier durch seine sozial abgestimmte Struktur, die von der Stadtplanung über Arbeitsplätze und Kultur bis Sport alle Themenbereiche abdeckt.

Anschließend wurde der Rahmenplan für die politische Arbeit im Bezirk von Marcus Mellenthin vorgetragen, welcher auf Platz 3 der Bezirksliste für Rheinhausen steht. Sein Vortrag begann mit dem Strukturwandel, den Rheinhausen erlebt hat. „Von der Krupp Hütte zum modernen Logistikstandort logport“, eine Erfolgsstory, denn bis heute arbeiten mehr als 3000 Beschäftigte auf dem ehemaligen Hüttengelände. Auch die zusätzlich erschlossenen Bereiche, wie der Businesspark Niederrhein und das Gewerbegebiet Hohenbudberg bieten schon heute viele neue Arbeitsstellen.

Das Leben in Rheinhausen hat aber auch zusätzliche Belastungen bekommen, die politisch zu beackern sind. Hier seien in Kürze nur die sozialen Missstände, der zunehmende LKW Verkehr mit den zusätzlichen Lärm- und Staubbelastungen und die Schrottimmobilien genannt. Marcus Mellenthin erklärte, dass die einzelnen Themenbereiche nicht singulär gesehen werden dürften, sondern ganzheitlich abgearbeitet werden müssen. So stehen die Bereiche Bildung, Arbeit, Freizeit, Wohnen und Kultur im Zentrum der bezirklichen Arbeit der SPD. Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich wohlfühlen in einem liebenswerten und lebenswerten Rheinhausen.

Besonders hervorgehoben wurde von Marcus Mellenthin der Bereich der Bildung. Hier ist der Bezirk Rheinhausen gut aufgestellt. Von der U3 Betreuung über die Kitas, die Grundschulen, die Realschule, die Gesamtschulen, die Gymnasien und das Willy-Brandt-Berufskolleg sind alle Schulformen vertreten. Voraussichtlich im Schuljahr 2015/2016 wird in Rheinhausen eine Sekundarschule eingerichtet.

Der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein, er braucht auch Kultur in seiner Freizeit. Hier bietet Rheinhausen ein vielfältiges Angebot. Von den Events in der Rheinhausenhalle, über die Aufführungen im Kom‘ma Theater und den vielen Veranstaltungen der Gesangsvereine und der Musikschule bis zu den Ortsteil Angeboten ist ein breites Spektrum vertreten. Auch die durch den fehlenden Brandschutz im letzten Jahr ausgefallenen Hofkonzerte sollen wieder stattfinden. Zumindest wird es in diesem Jahr „Hofkonzerte on Tour“ geben.

Zum Schluss stellte Marcus Mellenthin noch die Kandidaten für den Rat und die Bezirksvertretung vor.

Als Direktkandidaten für den Rat kandidieren: Reiner Friedrich, Elke Patz, Rainer Schütten, Ersin Erdal, Jürgen Edel und Manfred Krossa. Einen aussichtsreichen Listenplatz belegt Astrid Hanske.

Für die Bezirksvertretung sind Winfried Boeckhorst, Hannelore Behrendt-Bliß, Marcus Mellenthin, Cornelia Dronski, Hans Medewitz, Bettina Theisejans, Uwe Neumann, Karin Hanske und Bruno Hensellek nominiert.

Es gab natürlich, wie es bei der SPD üblich ist, eine intensive Diskussion. Hier standen die Kandidatinnen und Kandidaten Rede und Antwort. Im Speziellen wurde das Thema Senioren angesprochen. Hier wurde dargestellt, dass Senioren in unserem Bezirk gut leben können. Das Nahversorgungsangebot ist gut, viele barrierefreie Wohnungen sind vorhanden und neue werden vom Verein W.I.R (Wohnen im Ruhestand) und dem Friemersheimer Bauverein in Rumeln-Kaldenhausen gebaut. Rheinhausen verfügt über mehrere Beratungs- und Begegnungszentren und bietet genügend Seniorenheime. Das gesellschaftliche und kulturelle Angebot in unserem Bezirk ist gut, doch es gibt nach wie vor einen Wermutstropfen: Die Bahnhöfe im Bezirk sind nach wie vor nicht barrierefrei. Der Bahnhof Rheinhausen allerdings wird zeitnah Barrierefreiheit bieten. Auch kämpfen wir weiterhin für eine bessere Anbindung durch den ÖPNV.