Trinkwasserschutgebiet Rumeln und Dichtigkeitsprüfung

Am Mittwoch, den 18. September hatte der SPD Bezirksverband Rheinhausen / Rumeln-Kaldenhausen zu einer Infoveranstaltung in Sachen Trinkwasserschutzgebiet in Rumeln und Dichtigkeitsprüfungen der Abwasserleitungen geladen.

In den sehr gut gefüllten Räumlichkeiten der AWO Rumeln präsentierte Manuela Lierow, Juristin der Verbraucherzentrale NRW, die rechtlichen Rahmenbedingungen. Herr Andreas Krasinski von den Wirtschaftsbetrieben Duisburg (WBD) konnte über die bisherigen konkreten und geplanten Umsetzungen berichten.

Folgender Sachstand zur Dichtigkeitsprüfung gilt:
– Grundsätzlich ist jeder Grundstückseigentümer zu einer regelmässigen Überprüfung der eigenen Abwasserleitung verpflichtet. Dies muss spätestens alle 30 Jahren erfolgen bzw. wiederholt werden.
– Entsprechende Prüfungen dürfen nur zertifizierte Unternehmen durchführen, ansonsten werden etwaige Schriftstücke nicht anerkannt. Auch bei Neubauten!
– Vor Haustürgeschäften oder entsprechender Telefonwerbung sollte unbedingt Abstand genommen werden: Vergeben Sie nicht spontan einen Auftrag!
Holen sie mehrere Angebote ein! Entsprechend zertifizierte Unternehmen können Sie bei der Verbraucherzentrale NRW oder den Wirtschaftsbetrieben (siehe unten) erfragen.
– Unmittelbar betroffene Eigentümer werden von der WBD angeschrieben, sobald es weitere Infomationen gibt.

Da auf Landesebene im politischen Prozess eventuell noch kurzfristig Änderungen vorgenommen werden, wartet die WBD derzeit noch abschliessend auf Informationen zur genauen Durchführung.
Klar ist das bei den meisten Häusern ohnehin (alle 30 Jahre) eine Dichtigkeitsprüfung überfällig ist und daher auch im Sinne des Umweltschutzes angeraten ist.

Zum Thema Trinkwasserschutzgebiet gilt folgender Sachstand:
Das Trinkwasserschutzgebiet in Rumeln gilt unbefristet
– Ein politischer Antrag auf Aufhebung des Schutzgebietes wurde von der Bezirksregierung abgelehnt
– Die ENNI (Moers) hat den Brunnen als Reserve reklamiert. Es ist unerheblich ob dies tatsächlich genutzt wird. (dies wird auch nicht von der Bezirksregierung geprüft)
Auf absehbare Zeit besteht das Trinkwasserschutzgebiet damit weiterhin.

Unglücklicherweise wurde bereits zuvor anderweitig verbreitet das das Trinkwasserschutzgebiet bereits in der Aufhebung ist. Diese Information traf zu keiner Zeit zu. Mit der Entscheidung der Bezirksregierung ist es damit auch unerheblich ob überhaupt Trinkwasser gefördert wird.
Übrigens erhält Duisburg auch Wasser aus den Düsseldorfer Norden und aus Marl. Das „Stadtwasser“ muss also nicht innerhalb der Stadtgrenzen gefördert werden.

Die Wirtschaftsbetriebe und die Verbraucherzentrale können ihnen bei der Suche nach einem zertifizierten Fachbetrieb helfen.

Ansprechpartner:
– Verbraucherzentrale NRW: 0211 3809 300
– Wirtschaftsbetriebe Duisburg: 0203 2832983 (Hr. Krasinski, bitte auf das Band sprechen)

Weiterführende Links:
– NRW Umweltministerium: https://www.umwelt.nrw.de/umwelt/umwelt-und-wasser/abwasser/private-abwasserleitungen/
– Verbraucherzentrale: https://www.abwasser-beratung.nrw/zustands-und-funktionspruefung
– Verbraucherzentrale: https://www.abwasser-beratung.nrw/muss-ich-pruefen