Stellungnahme der SPD zu den Äußerungen der CDU bezüglich der Gestaltung des Platzes an der Geestschule

Die SPD hat bei ihrer Vorstellung der Lösungsmöglichkeiten nur Varianten aufgezeigt und die Platzgestaltung eindeutig den Pächtern und der Initiativgruppe überlassen. Diese als triviale Lösung abzutun, obwohl man sich kurz vorher über den Zustand des Platzes beschwert hat, kann man eigentlich nicht verstehen. Hier wird eine kurzfristig gangbare Lösung angeboten, den Platz zu gestalten, die Aufenthaltsqualität auf  der Kaiserstraße zu erhöhen und damit auch eine Verbesserung der Einkaufssituation zu schaffen. Das lehnt man dann ab, um auf einen Plan zu warten, der erst erstellt werden muss und dessen Umsetzung gar nicht geregelt ist, weil noch nicht einmal die Flächen zur Verfügung stehen. Das kann jeder für sich bewerten.

Alle anderen Lösungen bieten nur eine mittel- bis langfristige Perspektive, denn mit einem Plan hat man noch lange keine Umsetzung. Hierbei wären Städtebauförderungsmittel erforderlich, die bei den jetzt bekannten Förderprogrammen die nächsten 10 Jahre nicht fließen werden, das weiß auch die CDU.

Von einem Masterplan für Friemersheim zu sprechen, der nur die Fläche zwischen Kaiserstraße, Bachstraße und Windmühlenstraße umfasst, rückt von der Begrifflichkeit eines Masterplanes aber weit ab. Dieser müsste wesentlich mehr umfassen, hier reicht ein einfacher Bebauungsplan. Und von der Bebauung des derzeitigen Marktes zu sprechen, ohne sich weitere Gedanken dazu zu machen, der macht sich die Sache zu einfach und geht an einer realisierbaren städtebaulichen Lösung weit vorbei.

Hier muss dann weiter die Infrastruktur, wie Parkraum, Nahversorgung bis zum Abriss des Bunkers mit einbezogen werden, ein riesiges Investvolumen ohne Investor.

So lange soll der Platz vor der Geestschule so bleiben? Wir meinen: nein –  und wir möchten jetzt eine Lösung, auch wenn sie in den Augen anderer trivial ist.

Geht man etwas in die Vergangenheit zurück, so hat die CDU 2008 die Erstellung eines städtebaulichen Gesamtkonzept für die Kaiserstraße und deren Umfeld abgelehnt, weil ja nach ihrer Aussage in Friemersheim kein Regelungsbedarf existierte.

 

Reiner Friedrich

Ratsherr