Fahrt ins Blaue des SPD Ortsvereins Rumeln-Kaldenhausen

von Inge Mellenthin-Krossa, AsF Vorsitzende SPD Rumeln-Kaldenhausen

Bereits Goethe kannte die Fahrt ins Blaue, denn von Carl Friedrich Zelter erhielt er 1829 die Zeile: „weil ich den Tag noch nicht bestimmen kann und ins Blaue einfahre“. Auch im diesem Jahr fuhr der SPD Ortsverein Rumeln-Kaldenhausen mit einem vollen Bus ins „Blaue“. Wie bereits in den vergangenen Jahren wurde die Fahrt von Inge Mellenthin-Krossa mit dem Motto „Musik liegt in der Luft“ zusammengestellt.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer verriet Inge Mellenthin-Krossa, dass die Fahrt in nördlicher Richtung geht und mehrere Stationen angefahren werden. Nach einer Stunde Fahrtzeit war das erste Ziel, die Glockengießerei in Gescher erreicht. Mit dem Steigerlied, gespielt auf dem firmeneigenen Glockenspiel, wurde die Gruppe in der Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock empfangen. Bereits seit 1690 stellt die Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock Glocken her. Noch heute, in der 12. Generation, werden die Kirchenglocken nach dem traditionellen Lehmverfahren hergestellt. Aber nur mit den wohlbehüteten Geheimnissen der Glockenform und des Gussmaterials erhalten die Glocken ihren Klang und die gewünschte Nachhallzeit. Da heute nur noch drei mal pro Jahr Glocken gegossen werden, hat sich der Gießereibetrieb auch auf den Bereich des Kunstgusses spezialisiert. Statuen, Plastiken, Reliefs werden nach den Vorstellungen der Künstlerinnen und Künstler in Bronze, Messing und Aluminium gegossen. Handwerkliche Routine und ein großer Erfahrungsschatz fließen in die Arbeit ein. Bei der Werksführung wurde die Gießhalle, mit dem 13 Tonnen fassenden Schmelzofen, verschiedene Glockenformen und fertige Kunstgüsse gezeigt.

Anschließend wurde das Glockenmuseum Gescher besichtigt. Hier wurde den Teilnehmern gezeigt, wie sich die Glockenform über die Jahrhunderte verändert hat. Von der ältesten Glocke, die bereits über 2000 Jahre alt ist und zu Signalzwecken eingesetzt wurde, über chinesische- und Bienenkorbglocken bis zu den heutigen Glocken reicht das Spektrum der Exponate.Fahrt ins Blaue 2015

Nach dem wohlverdienten Mittagessen ging es weiter zum „Westfälischen Versailles“, dem Wasserschloss Oranienburg Nordkirchen. Die gepflegten Gartenanlagen mit ihren Skulpturen laden zum Spazierengehen ein, zahlreiche Sitzgelegenheiten zum Genießen der Natur. Darüber hinaus fand in einem Teil der Anlage ein Gartenmarkt mit barockem Flair statt. Nun ging’s weiter zum Brauhaus Zeche Jacobi, wo der Tag mit einem deftigen Abendbrot und einem leckeren Bier beendet wurde.